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Albrecht & Partner | DATEV | Bundesfinanzministerium

19.08.2010

Photovoltaikanlagen - steuerliche Behandlung

Die anstehende Absenkung der Einspeisevergütung hat das Interesse an Photovoltaikanlagen in den letzten Monaten verstärkt.

Daher ist es wichtig, zwei Punkte aus steuerrechtlicher Sicht festzustellen:

1. Ertragsteuerlich wird durch die Absicht irgendwann Gewinne zu erzielen in der Regel ein Gewerbebetrieb begründet. Das heißt, auch wenn man bisher nur Lohneinkünfte hat, muss man sich nun bei der Einkommensteuererklärung mit der Anlage G und eventuell mit der Anlage EÜR beschäftigen. Eine Gewerbesteuererklärung muss ebenfalls beim Finanzamt eingereicht werden.

2. Umsatzsteuerlich wird durch den geplanten Verkauf von Strom ein Unternehmen begründet. Aus dem bisherigen "Nur-"Arbeitnehmer wird ein Unternehmer. Er ist somit Existenzgründer und muss monatlich (!) Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben. Selbstverständlich ist nach dem Jahresende auch eine (Jahres-) Umsatzsteuererklärung zu erstellen und dem Finanzamt zu übermittlen.

 

Die Finanzämter behandeln den Käufer/Betreiber einer Photovoltaikanlage wie jeden anderen Existenzgründer. Das schließt ein, dass der steuerliche Erfassungsbogen direkt zu Beginn ausgefüllt werden muss. In diesem "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung" sind die Adresse, die bisherige Steuernummer und die Identifikationsnummer einzutragen. Des weiteren sind Fragen zum Gewerbebetrieb zu beantworten und vor allem folgende Eintragungen zu machen:

- Angaben zur Feststellung der Vorauszahlungen (Gewinnerwartung, andere Einkünfte)

- Angaben zur Gewinnermittlungsart und zum Wirtschaftsjahr

- Angaben zum Gesamtumsatz, zur Kleinunternehmer-Regelung und zur Soll- bzw. Istversteuerung