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20.12.2011

Steuerliche Neuregelungen bei Kindern

Die Steuergesetzgebung hat auch im Jahr 2011 nicht geruht. Im folgenden sind die wesentlichen Änderungen ab dem 1. Januar 2012 im Hinblick auf Kinder knapp dargestellt:

Erleichterungen ergeben sich bei der steuerlichen Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten, da auf die persönlichen Anspruchsvoraussetzungen bei den Eltern (z. B. Erwerbstätigkeit, Ausbildung, Krankheit oder Behinderung) verzichtet wird: Wer belegbare Kinderbetreuungskosten hat, soll diese steuerlich als Sonderausgabe - 2/3 der Aufwendungen, höchstens 4000 € pro Kind und Jahr - geltend machen können.

Volljährige Kinder zwischen 18 und 25 Jahren werden ab 2012 unabhängig von ihren eigenen Einkünften und Bezügen im Hinblick auf ihren Kindergeldanspruch bzw. den Freibeträgen für Kinder berücksichtigt, wenn sie die sachlichen Voraussetzungen, wie z.B. Studium, erfüllen.

Schon bisher kann bei geschiedenen oder getrennt lebenden Eltern der Kinderfreibetrag auf einen Elternteil übertragen werden, wenn der andere Elternteil seiner Unterhaltspflicht dem Kind gegenüber nicht nachkommt. Die Möglichkeit, sich den Kinderfreibetrag des anderen Elternteils übertragen zu lassen, wird nunmehr um die Fälle erweitert, in denen der andere Elternteil mangels Leistungsfähigkeit nicht unterhaltspflichtig ist. Dies wirkt sich auch auf die Übertragung des Behinderten-Pauschbetrages aus. Künftig kann sich der Elternteil, der ein behindertes Kind betreut und für dessen Unterhalt überwiegend allein aufkommt, neben dem Kinderfreibetrag auch den Behinderten-Pauschbetrag des Kindes in voller Höhe übertragen lassen.