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Albrecht & Partner | DATEV | Bundesfinanzministerium

16.06.2010

Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibungen nach § 7 g EStG - Teil 1

Der Investitionsabzugsbetrag soll kleineren Unternehmen - Betriebsvermögen bis 335.000 € bei Bilanzierenden, bis 200.000 € Gewinn bei Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3  EStG - bei der Finanzierung der Anschaffung von beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens helfen, die dann mindestens bis zum Ende des Wirtschaftsjahres der Anschaffung oder Herstellung folgenden Wirtschaftsjahres in einer inländischen Betriebsstätte des Betriebs (fast) ausschließlich betrieblich genutzt werden müssen.

Der Investitionsabzugsbetrag ersetzt die früher mögliche Bildung eines Sonderpostens mit Rücklageanteil nach § 7 g EStG.
Im Gegensatz zu diesem ist er außerbilanziell zu berücksichtigen; es können bis zu 40% von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten künftiger Investitionen abgezogen werden. Beispiel:

Im Jahr 2010 ist die Anschaffung einer Maschine für 50.000 € vorgesehen.

Gewinn laut Jahresabschluss 2009            80.000 €

./. Investitionsabzugsbetrag in 2009
(voraussichtliche AK 50.000 € x 40%)          20.000 €

= steuerlich maßgeblicher Gewinn 2009    60.000 €

Wenn in 2009 damit ein Investitionsabzugsbetrag berücksichtigt wurde, sollte die vorgesehene Investition in den folgenden drei Jahren, hier also in 2010, 2011 oder 2012,  erfolgen, da sonst die Veranlagung des Abzugsjahres - hier: 2009 - korrigiert wird, woraus sich als Folge eine Verzinsung der daraus resultierenden Steuernachforderung gem. § 233a AO ergeben kann.


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