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Albrecht & Partner | DATEV | Bundesfinanzministerium

21.05.2010

Abgeltungssteuer - und trotzdem Kapitaleinkünfte in die Steuererklärung

Die Abgeltungssteuer für Kapitaleinkünfte wurde am 1. Januar 2009 eingeführt. Zinsen, Dividenden, Fondsausschüttungen oder Kurs- und Währungsgewinne werden pauschal mit 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer direkt an der "Quelle" (z.B. bei der Bank) besteuert.

Dadurch sollte erreicht werden, dass die Kapitaleinkünfte in der Einkommensteuererklärung nicht mehr angegeben werden müssen. Jedoch gibt es eine ganze Reihe von Gründen, die es erforderlich machen, die Anlage Kapitaleinkünfte auszufüllen:

  • 1. Die Kirchensteuer wurde nicht an der Quelle einbehalten.
  • 2. Bestimmte steuermindernde Tatbestände sollen einbezogen werden.
  • 3. Der persönliche Steuersatz ist niedriger als 25%.
  • 4. Bestimmte Kapitalgesellschafter sollten die Abgeltungssteuer "abwählen".
  • 5. Erträge, die nicht der Abgeltungssteuer unterlegen haben, müssen berücksichtigt werden.
  • 6. Zwischen Gläubiger und nahe stehenden Schuldnern fließen Zinsen.
  • 7. Eventuelle Notwendigkeit für die Bemessungsgrundlage des Spendenabzugs.
  • 8. Für die Berechnung der Unschädlichkeitsgrenze vom Einkommen eines Kindes müssen die Einkünfte aus Kapitalvermögen einbezogen werden.
  • 9. Ebenso bei einer unterhaltenen Person.
  • 10.  Auch für die Ermittlung der Höhe der zumutbaren Belastung müssen die Kapitaleinkünfte berücksichtigt werden.


Bei einigen Sachverhalten und für eine Anzahl von steuerlichen Zwecken - hinzu kommen außersteuerliche - schreibt der Gesetzgeber vor, dass die Kapitaleinkünfte berücksichtigt werden müssen.

Für den Steuerpflichtigen sind die Sachverhalte interessanter, bei denen er die Wahl hat, entweder bei der Abgeltungssteuer zu bleiben oder von ihr abzuweichen. Dazu in folgenden Artikeln mehr.