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Albrecht & Partner | DATEV | Bundesfinanzministerium

05.12.2011

Jetzt an die Lohnsteuerabzüge ab Januar 2012 denken

Arbeitnehmer, die für Aufwendungen oder ihnen zustehende Pauschbeträge einen Freibetrag auf ihrer Lohnsteuerkarte eintragen lassen wollen, müssen bei ihrem "Wohnsitz-Finanzamt" einen Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung stellen. Durch die Eintragung des Freibetrages zieht der Arbeitgeber weniger Lohnsteuer vom Arbeitslohn ab und das monatliche Nettogehalt erhöht sich. Dies kann sich auch positiv auf andere staatliche Leistungen, wie beispielsweise das Elterngeld, auswirken.

Für 2012 müssen die Freibeträge grundsätzlich neu beantragt werden. Dies gilt auch dann, wenn keine höheren Freibeträge als im Vorjahr berücksichtigt werden sollen. In diesen Fällen ist, wie bisher auch, ein vereinfachter Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung ausreichend. Pauschbeträge für behinderte Menschen und Hinterbliebene müssen nur dann neu beantragt werden, wenn sie nicht bereits in der neuen elektronischen Datenbank (ELSTAM) gespeichert sind. Der Antrag für das Lohnsteuerermäßigungsverfahren muss bis spätestens 30.11. des betreffenden Kalenderjahres beim Finanzamt gestellt werden. Für 2012 ist damit der 30. November 2012 der letzte Termin. Die erforderlichen Vordrucke zur Lohnsteuer-Ermäßigung sind u. a. im Internet (http://www.fin-rlp.de/home/vordrucke/lohnsteuer/lohnsteuerermaessigung-2012/index.html) erhältlich. Hohe Werbungskosten (z. B. Fahrtkosten zur Arbeit), außergewöhnliche Belastungen und Sonderausgaben (Voraussetzung: diese müssen mindestens 600 Euro pro Jahr betragen), Kinderbetreuungskosten, haushaltsnahe Dienstleistungen sind nur einige Gründe, die zu einer Ermäßigung der Lohnsteuer führen können. Im Rahmen dieses Antragsverfahrens müssen die Steuerermäßigungsgründe nachgewiesen oder glaubhaft gemacht werden. Das Finanzamt berechnet dann die voraussichtliche Steuerermäßigung und stellt diesen Betrag den Arbeitgebern in der elektronischen Datenbank zum Abruf bereit. Laut einer Stellungnahme des Bundesministeriums der Finanzen vom 31.10.2011 soll der Zugriff auf diese Datenbank ab dem 2. Quartal 2012 möglich sein. Der Arbeitgeber kann daraufhin die Lohnsteuerabzüge unter Beachtung der Freibeträge ermitteln.