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Albrecht & Partner | DATEV | Bundesfinanzministerium

27.04.2011

Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge für Kinder

Die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge des Kindes sind ab dem Veranlagungsjahr 2010 auf der jeweiligen Anlage Kind der Einkommensteuererklärung einzutragen.

Für das Kind muss dabei ein Anspruch des Steuerpflichtigen auf Kindergeld/Kinderfreibetrag bestehen.

 

Schuldet dann der Steuerpflichtige als Versicherungsnehmer die gezahlten Beiträge, kann er sowohl die Basisabsicherung als auch Wahl- und Komfortleistungen eintragen. Diese sind jedoch getrennt zu erfassen.

Im Vorfeld darf man der Datenübermittlung durch das Versicherungsunternehmen nicht widersprochen haben.

 

Die Beiträge zur Basiskrankenversicherung - deckt die Grundversorgung im Krankheitsfall ab - sind zuerst einzutragen und werden der Höhe nach unbegrenzt abgezogen.

Beitragsteile für Wahl- bzw. Komfortleistungen - wie z.B. Chefarztbehandlungen oder Einzelbettzimmer - sind weiter unten einzutragen und fallen mit anderen Versicherungen als "Sonstige Vorsorgeaufwendungen" unter Höchstgrenzen.

 

Auch Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung (soziale Pflegeversicherung und private Pflegeversicherung) sind extra zu erfassen und werden in tatsächlich geleisteter Höhe als Sonderausgaben abgezogen.

 

Wählen Eltern die Getrennte Veranlagung (± Einzelveranlagung) und nicht die Zusammenveranlagung, können sie die Berücksichtigung der Beiträge für das Kind unter sich einvernehmlich aufteilen.

 

Bitte beachten:

In der Anlage Kind ist auch die steuerliche Identifikationsnummer des Kindes anzugeben. Diese wurde in den letzten Jahren per Post an jeden Steuerpflichtigen geschickt. Das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) schickt Neugeborenen kurz nach der Geburt ihre Identifikationsnummer zu, die sie nach momentaner Gesetzeslage ihr Leben lang begleiten wird.