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Albrecht & Partner | DATEV | Bundesfinanzministerium

06.07.2011

Ferienjobs für Schüler und Studenten

Die Ferienzeit beginnt und vermehrt werden vorübergehend Schüler und Studenten in den Betrieben als Arbeitskraft eingesetzt. Die steuerliche Seite dieses Arbeitsverhältnisses kann durch die Vorlage der Lohnsteuerkarte 2010 bzw. einer entsprechenden (Ersatz-) Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug 2011 abgegolten werden. In bestimmten Fällen ist bei einer kurzfristigen bzw. geringfügigen Beschäftigung auch die Lohnsteuerpauschalierung durch den Arbeitgeber möglich. Diese beträgt 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und gfls. Kirchensteuer bzw. 2% ohne Zuschlagssteuern. Aus steuerlicher Sicht ist zu prüfen, ob die Pauschalierung eines Ferienjobs wirklich günstiger ist, als die "normale" Besteuerung. Selbst wenn für den einzelnen Lohnzahlungszeitraum (Monat oder Tag) bei Inanspruchnahme der Lohnsteuerkarte Lohnsteuer incl. Zuschlagssteuern einbehalten werden, so fällt häufig - auf das ganze Jahr gesehen - keine oder nur eine geringere Lohnsteuer an. Die Erstattung der zuviel gezahlten Lohnsteuer erfolgt zu Beginn des darauffolgenden Jahres durch die Abgabe einer Einkommensteuererklärung beim jeweiligen Wohnsitzfinanzamt. Im Rahmen dieser Einkommensteuerveranlagung kann der Schüler bzw. Student dann auch Werbungskosten geltend machen, die im Rahmen dieser Tätigkeit bei ihm angefallen sind.

Unabhängig davon ist zu prüfen, ob sozialversicherungsrechtlich eine kurzfristige Beschäftigung vorliegt. Voraussetzung hierfür ist, dass die Beschäftigung im Voraus auf maximal zwei Monate oder 50 Arbeitstage im Kalenderjahr befristet ist. Unabhängig von der Verdiensthöhe fallen dann keine Sozialversicherungsbeiträge und auch keine Pauschalbeträge zur Kranken- und Rentenversicherung wie bei den sogenannten Minijobs an.