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Albrecht & Partner | DATEV | Bundesfinanzministerium

23.05.2011

Tiere und haushaltsnahe Dienstleistungen

Auch die Aufwendungen für die Betreuung oder die tierärztliche Behandlung von Tieren können als haushaltsnahe Dienstleistung zu einer Steuerermäßigung führen.

Zur Erinnerung:

Laut § 35a EStG können  private Haushalte als Auftraggeber bzw. als Arbeitgeber von Aufwendungen

-         für sozialversicherungspflichtig angestellte Haushaltshilfen bei haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnissen / Dienstleistungen (auch bei Pflege- und Betreuungsleistungen) 20 Prozent der Aufwendungen aber höchstens 4.000 Euro,

-         für geringfügig beschäftigte Haushaltshilfen in haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnissen 20 Prozent der Aufwendungen aber höchstens 510 Euro und

-         für Handwerkerleistungen bei Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen 20 Prozent des Arbeitslohns aber höchstens 1.200 Euro

von der Steuer abziehen.

Typische haushaltsnahe Dienstleistungen sind Reinigungsarbeiten, Gartenarbeiten oder Hausmeistertätigkeiten.

Ein Hundebesitzer setzte auch die Aufwendungen für die Betreuung seines Hundes in der Einkommensteuererklärung an: Er legte eine Rechnung vor, in der die Kosten in die Betreuung im Haushalt, in Betreuung im freien Gelände und in die Fahrtkosten aufgeteilt waren und machte die Betreuung im Haushalt und die Fahrtkosten als haushaltsnahe Dienstleistungen geltend. Dies erkannte das Finanzamt weder bei der Veranlagung noch im Einspruchsverfahren an. Daraufhin klagte der Steuerpflichtige und vor dem Finanzgericht Münster stimmte die Finanzverwaltung schließlich dem Ansatz als haushaltsnahe Dienstleistung zu.

Daher dürfte jetzt klar sein, dass die Tierbetreuung, aber auch die Tierpflege und die Tierarztbehandlungen als haushaltsnahe Dienstleistungen anzusehen sind, wenn und soweit sie im Haushalt des Steuerpflichtigen stattfinden. Weitere Voraussetzung: das Vorliegen einer Rechnung und Bezahlung per Überweisung.