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Albrecht & Partner | DATEV | Bundesfinanzministerium

12.05.2011

Spenden leicht gemacht

Die Katastrophen und ihre Folgen haben Japan erhebliche Schäden zugefügt. Um das "Helfen für Helfer" zu erleichtern, hat der BMF am 24.03.2011 verschiedene Regelungen erlassen. Diese gelten vom 11. März bis 31. Dezember 2011 und sollen Anreize für schnelle Hilfe aller gesellschaftlicher Gruppen im Land vom Sportverein über Unternehmen bis hin zu Privatpersonen schaffen. Dabei ist eine Arbeitslohnspende als Hilfe für die Opfer denkbar. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eines Unternehmens können sich entschließen, Teile ihres Arbeitslohns nicht auszahlen zu lassen, sondern zu spenden. Der einzelne Arbeitnehmer als Spender erfährt eine steuerliche Erleichterung, da der als Spende verwendete Lohnanteil nicht versteuert werden muss. Da diese Spende allerdings aus dem steuerfreien Arbeitslohn erbracht wird, darf sie nicht zusätzlich steuermindernd als Sonderausgabe bei der Steuererklärung angegeben werden. Zu beachten ist außerdem, dass der gespendete Lohn trotz Steuerfreiheit der Sozialversicherungspflicht unterliegt. Grundsätzlich genügt für die steuerliche Anerkennung von Spenden und Mitgliedsbeiträgen bis 200 Euro der Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung eines Kreditinstituts als Nachweis. Für Spenden zugunsten Opfer in Japan auf Sonderkonten öffentlicher Einrichtungen oder mildtätiger Wohlfahrtsverbände gilt diese Regelung ohne Betragsbeschränkung. Außerdem wurde geregelt, dass gemeinnützige Körperschaften zu Sonderaktionen außerhalb der in ihrer Satzung als förderungswürdig angegebenen Zwecke aufrufen dürfen. Vorausgesetzt, sie überweisen die Spenden an eine Organisation, die mildtätige Zwecke verfolgt. Dies muss in der Zuwendungsbestätigung bescheinigt und auf die Sonderaktion hingewiesen werden.