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Albrecht & Partner | DATEV | Bundesfinanzministerium

24.03.2011

Steuervereinfachung in Aussicht?

Im Februar 2011 wurde dem Bundesrat durch die Bundesregierung der Entwurf eines Steuervereinfachungsgesetzes 2011 vorgelegt. Am 10. Juni 2011 soll das Steuervereinfachungsgesetz vom Bundestag und noch im Juli vor der Sommerpause vom Bundesrat verabschiedet werden. Das geltende Steuerrecht ist durch das Bestreben geprägt, der Vielfalt des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens gerecht zu werden. Dadurch entsteht oftmals eine Unübersichtlichkeit der anzuwendenden Steuergesetze, die den einzelnen Steuerzahler bei der Erfüllung seiner steuerlichen Pflichten an den Rand seiner Möglichkeiten bringt. Durch das Steuervereinfachungsgesetz soll das Besteuerungsverfahren für alle Beteiligten einfacher, transparenter und nachvollziehbarer ausgestaltet und steuerbürokratischer Aufwand reduziert werden. Der Name "Steuervereinfachungsgesetz 2011" ist für manchen Steuerzahler leicht irreführend, da viele Maßnahmen zur Steuervereinfachung erst ab dem Jahr 2012 und teilweise sogar noch später wirksam werden. Diejenigen Maßnahmen, die den Bundeshaushalt 2011 nicht belasten und bei denen eine Umsetzung rechtlich möglich und mit vertretbarem Aufwand darstellbar ist, sollen bereits in 2011 wirksam werden. Hierzu soll auch die Anhebung des Arbeitnehmer-Pauschbetrags von 920 Euro auf 1.000 Euro zählen, die im Rahmen der Lohn- und Gehaltsabrechnung für Dezember 2011 berücksichtigt werden soll. Da die Anmeldung und Abführung der verringerten Lohnsteuer für den Monat Dezember 2011 durch den Arbeitgeber erst im nächsten Jahr erfolgt, entstehen für 2011 keine zusätzlichen Haushaltsbelastungen. Die Steuerentlastung der "kleinen" Erhöhung des Arbeitnehmer-Pauschbetrags reicht für den durchschnittlichen Steuerzahler monatlich für ein Heißgetränk, den Staat "kostet" dies rund 330 Millionen Euro. Fortsetzung folgt...