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Albrecht & Partner | DATEV | Bundesfinanzministerium

08.12.2010

Spenden - steuermindernd

Spenden und Mitgliedsbeiträge - der Gesetzgeber fasst diese unter dem Begriff "Zuwendungen" zusammen - zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke an bestimmte Empfängerkreise können als Sonderausgaben bei der Einkommensteuererklärung berücksichtigt werden.

 

Grundvoraussetzung ist, dass die Ausgaben, die als Zuwendungen anerkannt werden sollen, vom Steuerpflichtigen freiwillig geleistet werden (dies schließt u.a. gerichtliche Auflagen aus) und dass er keine Gegenleistung erhält. Eine Ausnahme besteht für Mitglieder von Kulturfördervereinen, die dafür als Gegenleistung Freikarten erhalten: Diese Mitgliedsbeiträge können steuerlich geltend gemacht werden.

Allgemein versteht die Abgabenordnung unter steuerbegünstigten Zwecken gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke; gemeinnützig ist eine Tätigkeit, die darauf ausgerichtet ist die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern; unter mildtätig fällt die Förderung einer Tätigkeit, die darauf ausgerichtet ist bestimmte Personen selbstlos zu unterstützen.

Die Zahlungen dürfen für die Anerkennung als Zuwendungen nur an bestimmte Empfängerkreise gehen, die den gesetzlichen Voraussetzungen genügen. Für die Praxis ist es wichtig, dass Vereine und andere Körperschaften eine entsprechende Bescheinigung vom zuständigen Finanzamt vorweisen können.

 

Zuwendungen können maximal i.H.v. 20% des Gesamtbetrags der Einkünfte steuerlich geltend gemacht werden. Wer mehr gespendet hat, kann den nicht berücksichtigten Betrag noch in den folgenden Jahren absetzen.

Als Nachweis reicht bis zum Betrag von 200 € der Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung der Bank oder Sparkasse, ansonsten ist eine "Spendenquittung" als Zuwendungsnachweis nötig.